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Landimkerei Zagst

Allmendingen

Imkertradition seit über 100 Jahren

Geschichte unserer Landimkerei

1918:

Bau eines Bienenhauses für 30 Völker an der Allmendinger Ehinger Straße.

1919:

Beginn der Hobbyimkerei mit dem Kauf von 10 Schwärmen zum Stückpreis von 5 Mark pro Volk bei einem örtlichen Imker.

1920:

Karl Zagst ( hier auf dem Foto mit seiner Frau Ida) tritt in den Bezirksimkerverein Ehingen / Donau ein.

1924:

Im Bienenhaus leben inzwischen zwanzig Bienenvölker. Der geerntete Honig dient dem Eigenverbrauch.

1938:

In der Hobbyimkerei werden im Schnitt 25 Völker betreut. Honig wird in

5 kg Gebinden ab Haustür verkauft. Faustregel für den Honigpreis zu dieser Zeit: Butterpreis entspricht Honigpreis.

1942:

Während des 2.Weltkriegs sinkt die Völkerzahl auf drei. Der Honigverkauf wird wieder eingestellt.

1947:

Die Imkerei wird wieder intensiver betrieben. Die Völkerzahl und damit der Honigertrag

steigen an.

1952:

Erstmals seit dem Krieg erreicht die in der Imkerei betreute Völkerzahl wieder 25 Stück. Der Honigverkauf im 5 kg Gebinde wird wieder aufge-nommen.

1956:

Nach vier Jahren hat sich die Völkerzahl auf vierzig erhöht. Der Honigverkauf hat sich gut entwickelt. Erstmals entkoppelt sich der Honigpreis vom Butterpreis und steigt langsam an.

1958:

Die Imkerei war inzwischen ein Nebenerwerbsbetrieb auf dem jeder mithelfen musste. Die Betreuung der Völker war "Männerarbeit", Entdeckeln

der Waben und Zuckerwasser anrühren "Frauenarbeit" und das antreiben der Honigschleuder "Kinderarbeit". Auf der Aufnahme von 1961 sieht man den von Karl Zagst erbauten Hof. Rechts oben im Bild der damalige Bienenstand.

1964:

Imker Karl Zagst stirbt im Alter von 76 Jahren. Die Imkerei wird von Paul Zagst weitergeführt.

1965:

Das 47 Jahre alte Bienenhaus wird renoviert und um einen kleinen Anbau (rechts der mit Pultdach gedeckte Erweiterungsbau. Das ursprüngliche Bienenhaus ist der mit Satteldach gedeckte Bereich) erweitert. Die Ausstattung wird modernisiert.

1966:

Ein Großbrand vernichtet in der Nacht zum 26.Juli den Großteil der Imker-

ei und der Hofstelle. Das Bienenhaus kann zwar gerettet werden, aber die Hitze des Feuers und das Löschwasser richten bei den Bienen große Schäd-en an.

1968:

Das Bienenhaus muß nach dem Brand renoviert werden. Zusätzlich wird ein für die damalige Zeit hochmoderner Wanderwagen in dem bis zu 48 Völker Platz finden angeschafft. Jährlich wird die Weißtannentracht in Opfenbach im Allgäu (Regierungsbezirk Schwaben/ Bayern) angewandert.(Foto: Imker Paul Zagst vor seinem Wanderwagen)

1975:

Nach 57 Jahren wird das Bienenhaus außer Betrieb genommen. Wenige Meter von ihm entfernt wird ein ehemaliger Linienbus aus Münsingen zu einem "Bienenhaus" umfunktioniert. Der neue "Bienenbus" ist wesentlich geräumiger und heller als das bisherige Bienenhaus und wird mit über 50 Hinterbehandlungsbeuten bestückt.

1979:

Die Wanderung ins Allgäu wird eingestellt. Es wird nur noch Standortimkerei mit zeitweilig bis zu 70 Völkern betrieben.

1986:

Im August übernimmt Konstantin Zagst von seinem Vater die Imkerei mit 60 Völkern. Paul Zagst arbeitet noch Aushilfsweise in der Imkerei mit. 

1987:

Nachdem die Völkerzahl auf dreißig reduziert wurde, wird der "Bienenbus" (Foto um 1980) ausgemustert. Durch das verstärkte Auftreten der Varroamilbe ist man gezwungen von der Hinterbehandlungsbeute auf die Magazinimkerei umzustellen.

1991:

Der Standort unserer Völker wird auf den "Hausener-Berg" verlegt.

1993:

Die Betriebsräume unserer Imkerei werden nach 75 Jahren von der Ehinger Straße an den Ostpreußenweg verlegt. In unserem neuen Wohnhaus wird ein 25 qm großer Raum als Schleuderraum eingerichtet. Die letzten Völker werden auf Magazinbeuten umgestellt. Die beiden bisherigen Wabenmasse "Deutsch Normal" und "Württemberger" werden durch "Zander" ersetzt.

Erstmals wird zur Wachsgewinnung ein Sonnenwachsschmelzer eingesetzt.

1994

Die bisher üblichen "Wabenschränke" in denen wir unsere Waben während des Winters einlagerten werden ausgemustert. Nach spätestens zwei Jahren werden Altwaben ausgeschmolzen und durch Mittelwände ersetzt. Als Aufbe-wahrungsort für überzählige Waben im Winter werden die leeren Zargen benutzt.

1998:

Ein 15 qm großer Raum wird als Honiglager eingerichtet.

2000:

Altimker Paul Zagst stirbt am 18.Oktober.

2001:

Ein zweiter Sonnenwachsschmelzer sowie ein Dampfwachsschmelzer werden zur besseren Wachsgewinnung angeschafft.

2007:

Am 29. März ist unsere Imkerei erstmals mit einem Verkaufsstand auf dem Allmendinger Wochenmarkt vertreten. Anfangs boten wir nur Honig an. Später wurde das Sortiment um Kerzen, Cremes und andere Imkereiprodukte erweitert.

2008:

Ein dritter Sonnenwachsschmelzer, eine Schmelzkombi sowie eine Mittel-wandgussform wird gekauft um einen eigenen Wachskreislauf zu ermöglichen. Unser Eigenwachs wird nun zu Mittelwänden, Kerzen sowie Wachsblöcken verarbeitet. 

2009:

Auf 40 qm wird ein Arbeitsraum für die Wachsverarbeitung eingerichtet. Mit einer Zwanzigköpfigen Gruppe aus Ulm machen wir erstmals eine Imkerei-führung.

2010:

Ein "Magazinlager" wird eingerichtet. Als neues Produkt gewinnen und verar-beiten wir erstmals Propolis. Insgesamt mussten wir dieses Jahr 5 Bienen-schwärme aus Privatgärten im Umkreis von 15 km abholen.

2011:

Mit 10 Völkern entsteht im Allmendinger Ostpreußenweg eine Schauimkerei. In Altsteußlingen kann ein Grundstück erworben werden, dass als Außenstandort ausgebaut werden soll. Seit November führen wir "Apopharm" - Produkte wie Lippenpflegestifte, Seifen, Cremes und anderes.

2012:

Auf unserem Altsteußlinger Grundstück das als Standort Altsteußlingen-Buchstock bezeichnet wird, werden die ersten Völker aufgestellt. Insgesamt können wir dieses Jahr über Einhundert Interessierten unsere Imkerei vorführen.

2013:

Die Völkerzahl steigt leicht an. Neben der Anschaffung verschiedener Imker-eigerätschaften wird in unseren Imkereiräumen ein neues Büro und ein Reinigungsraum eingebaut. In Rißtissen entsteht ein "Ablegerstandort". In Altsteußlingen stehen inzwischen 18 Völker.

2014:

Die Schwäbische Zeitung berichtet zweimal über unsere Imkerei. Das erste Mal unter dem Titel: Gutes von Hier, das zweite Mal im Zusammenhang mit dem Besuch einer Kindergruppe des örtlichen Kindergartens "Sankt Maria". Vor dem Imkereigebäude entsteht in einem ehemaligen Carport unser neuer Imkereiladen.

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