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Landimkerei Zagst

Allmendingen

Imkertradition seit über 100 Jahren

SIE FRAGEN - WIR ANTWORTEN

Immer wieder erhalte ich von Interessierten Bienenfreunden schriftliche und telefonische Fragen rund um die Imkerei. Da ich der Meinung bin, dass manche dieser Fragen auch für Dritte interessant sein könnte, werde ich an sie an dieser Stelle veröffentlichen.

Frage: Seit wieviel Jahren gibt es Bienen?

Antwort: Bienen gibt es seit 140 Millionen Jahren. 1988 wurde in New Jersey (USA) eine in Bernstein eingeschlossene Biene der Gattung Trigona gefunden die 90 Millionen Jahre alt ist. Diese Biene war Stachellos(!). In Südamerika gibt es noch heute Bienen die mit dieser Urbiene fast völlig identisch sind. Echte Honigbienen gibt es seit etwa 30 Millionen Jahren. Die ersten Funde von Echten Honigbienen stammen aus Rott im Siebengebirge (Nordrhein-Westfalen / BRD) und aus dem Randecker Maar auf der Schwäbischen-Alb (Baden-Württemberg / BRD).

Frage: Mein Nachbar hält in seinem Hausgarten mehrere Bienenvölker, darf er das? 

Antwort: Eine klare Antwort auf diese Frage kann ich leider nicht geben. In diesem speziellen Fall der Bienenhaltung (Hausgarten in einer Stadt mit 70000 Einwohnern) müsste man das Umfeld kennen. Wenn zum Beispiel in der Wohngegend schon weitere Imkereien bestehen, so ist die Imkerei dort als Ortsüblich zu betrachten. Das gleiche dürfte gelten wenn die Imkerei schon länger an dieser Stelle betrieben wird. Natürlich kommt es bei jedem einzelnen Fall auf die äußeren Umstände an und bevor man den Weg zu den Ämtern beschreitet hilft oft schon ein klärendes Gespräch mit dem Bienen-haltenden Nachbarn. So kann dieser dafür sorgen dass seine Bienenstöcke nicht direkt an der Grundstücksgrenze aufgestellt werden oder durch bauliche Massnahmen wie Palisaden dafür sorgen, dass seine Bienen nach oben abgedrängt werden und so nicht direkt auf den Balkon der Nachbarn fliegen. Nähere Informationen zu dieser Frage gibt es im BGB §§ 903 ff, Nachbarrecht.

Frage: Mein Imker sagt, er würde wenn er an seinen Bienen etwas ar-beitet, Rauch in die Bienenstöcke blasen um seine Bienen zu beruhigen. Stimmt das?

Antwort: Stellen Sie sich vor, in ihrer Küche ist ein Feuer ausgebrochen das Sie nicht mehr löschen können. Wahrscheinlich werden Sie dann das nötigste zusammensuchen und ihr Haus fluchtartig verlassen. Pech für Sie, wenn ein Einbrecher dieses Feuer gelegt hat, um sie abzulenken, stimmts? Das gleiche System steckt hinter dem sogenannten Beruhigen der Bienen mit Rauch. Denn nachdem der Imker ein paar Rauchstösse in das Bienenvolk gegeben hat, bricht dort erst einmal eine Panik aus. Während die Drohnen den Bienenstock fluchtartig verlassen und erst gar nicht mehr zurück-kommen, saugen sich die Arbeiterinnen mit Honig aus den Wabenzellen voll um möglichst viel Proviant mit auf die Flucht nehmen zu können. Solange die Bienen sich auf die Flucht vorbereiten, kann der Imker seine Eingriffe im Bienenstock in aller Ruhe vornehmen ohne von ihnen angegriffen zu werden. Nachdem er mit seinem Eingriff fertig ist schließt er den Bienen-stock wieder zu und unterbricht damit die Rauchzufuhr. Die Bienen merken dass der Rauch ein blinder Alarm war und lagern den Honig den sie für die bevorstehende Flucht in ihre Honigmägen gesaugt haben, wieder in die Wabenzellen ein. Erst jetzt beruhigt sich das Volk wirklich.

Frage: Kann ein Bienenvolk ohne Königin den Winter überleben?

Antwort: Da dass Bienenvolk im Winter aus sogenannten Winterbienen, die mehrere Monate alt werden, besteht kommt das Volk auch ohne Königin durch den Winter. Allerdings können Völker die Weisellos (ohne Königin) aus dem Winter kommen, keine neue Königin nachziehen, da keine Brut vorhanden ist aus der eine Königin gezogen werden könnte, so dass das Volk kurz nach dem Winter komplett abstirbt.

Frage: Was bedeutet "Ein Schwarm im Mai, ein Fuder Heu"?

Antwort: Um denn Sinn dieses Spruches zu verstehen, muss man ihn erst einmal komplett wiedergeben:

"Ein Schwarm im Mai, ein Fuder Hei.

Ein Schwarm im Jun, ein fettes Huhn.

Ein Schwarm im Jul, ein leeres Federspul."

An dieser Aufzählung lässt sich erkennen, dass der Imker die größte Freude an frühen Schwärmen hat, weil diese den größten Nutzen für ihn haben. Sie können noch zur Honigernte (nur in kleinen Mengen) und zur Wachs-produktion eingesetzt werden. Wenn man im Mai einen Schwarm bekommt, entspricht der Wert des Schwarmes einem Fuder Heu. Die Bezeichnung "Fuder" war in früheren Zeiten eine geläufige Maßeinheit, die ein Fuhrwerk meinte. Demzufolge hat also der Maischwarm den Gegenwert einer Fuhre Heu. Der Junischwarm kann noch problemlos zum Wabenbau und damit der Wachsgewinnung verwendet werden. Da Wachs allein weniger Wert hat, als Honig und Wachs, rechnet man diesen Schwärmen den Gegenwert einer fetten Henne zu. Für einen Julischwarm muss der Imker fertige Waben und Futter einsetzen, damit er sich vielleicht noch entwickelt und im kommen-den Jahr als Wirtschaftsvolk genutzt werden kann. Allerdings sind diese späten Schwärme oft so schwach dass sie nicht durch den Winter kommen - Daher den Wert einer leeren Federspul haben. 

Frage: Wie wird ein Schwarmfangkasten eingesetzt?

Antwort: Wenn der Schwarm an einem Ast hängt, wird der Schwarmfangkasten von unten über den Schwarm gestülpt und dieser durch kräftige Schläge gegen den Ast in die Kiste geschüttelt. Wichtig ist hierbei dass möglichst schon beim ersten Versuch die Königin im Kasten landet. Danach wird der Kasten von unten mit einem losen Brett verschlossen, um-gedreht ein kleines Flugloch an der Seite geöffnet und unter den Baum an dem der Schwarm war, bis zum Abend abgestellt. Ist die Königin im Kasten, sammelt sich der Schwarm in diesem, wenn nicht,zieht er wieder aus und die Prozedur beginnt von neuem. Am Abend nimmt man den Kasten und "schlägt" die darin befindlichen Bienen in ihre neue Beute (Wohnung) ein.

Frage: Wie weit sollten Bienenstandorte voneinander entfernt sein?

Antwort: Hier ist zwischen Bienenstandorten eines Imkers und den Stand-orten verschiedener Imker zu unterscheiden.

Die Standorte eines Imkers sollten mindestens 3 km Luftlinie voneinander entfernt liegen. Da Bienen die Angewohnheit haben ihren ursprünglichen Standort anzufliegen könnte es sonst bei einer Ablegerbildung oder auch einer Verlegung von Bienenvölkern passieren, das sämtliche Flugbienen an den Altstandort fliegen und am neuen Standort Völker ohne Flugbienen zurückbleiben. Speziell bei der Ablegerbildung mit einer Brutwabe und einigen Flugbienen könnte dies für die Ableger zu einem Problem werden.

Die Standorte verschiedener Imker brauchen nicht so weit auseinander zu liegen. So habe ich an einem Standort schon in knapp 150 Meter Entfern-ung den Bienenstand eines anderen Imkers als Nachbar, was im großen und Ganzen kein Problem darstellt. 

Frage: Wieviele verschiedene Insekten gibt es?

Antwort: Laut "Deutsches Bienen Journal" Ausgabe 11/2013 gibt es 152 677 Arten von Bienen, Wespen und Ameisen die einen wissenschaftlichen Namen tragen. Allerdings gebe es wahrscheinlich noch eine wesentlich höhere Anzahl an bisher nicht entdeckten Arten. So seien vermutlich mehrere hunderttausend Arten der parasitischen Wespen bis heute nicht klassifiziert.

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